Der Preis für Rohöl der Sorte Brent dürfte der US-Energiebehörde EIA zufolge wegen des ‌Iran-Kriegs ⁠in den kommenden zwei Monaten auf über 95 Dollar pro Barrel ⁠steigen. Danach werde sich die Lage jedoch entspannen und der Preis bis ‌Jahresende auf rund 70 Dollar fallen, teilte ‌die Behörde am Dienstag in ​ihrem Monatsbericht mit. Grund für die erhöhten Preise seien die weitgehend blockierten Lieferwege durch die Strasse von Hormus, über die ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt wird. Dies führe zu Produktionskürzungen im ‌Nahen Osten. Sobald der Transit wieder möglich sei, werde das weltweite Angebot die Nachfrage jedoch übersteigen, erklärte die EIA.

Der Preis für ​Nordseeöl der Sorte Brent ist LSEG-Daten zufolge in diesem ​Monat bereits um rund 21 ​Prozent gestiegen und lag zuletzt bei 88 Dollar. US-Öl der Sorte WTI ‌legte um rund 25 Prozent auf 83,60 Dollar zu. Die hohen Preise dürften die Förderung in den USA ankurbeln. Die EIA rechnet ​für ​das laufende Jahr mit einer ⁠durchschnittlichen Produktion von 13,6 Millionen Barrel pro ​Tag (bpd). Für 2027 ⁠werde ein Anstieg auf 13,8 Millionen bpd erwartet. Auch für ‌die US-Verbraucher wird es teurer: Die Behörde hob ihre Prognose für den Benzinpreis um 14,7 Prozent auf 3,34 ‌Dollar pro Gallone (etwa 0,76 Euro je Liter) an. 

(Reuters)