Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist zuletzt leicht gesunken. In der Vorwoche stellten 207.000 Menschen einen Antrag auf staatliche Unterstützung, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das waren 11.000 weniger als in der Woche zuvor. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit 215.000 Anträgen gerechnet.
Die Zahlen deuten auf einen weiterhin relativ stabilen Arbeitsmarkt hin - trotz der Unsicherheiten durch den Nahost-Krieg. Im März und damit nach Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran waren rund dreimal so viele neue Stellen entstanden wie erwartet. Es wurden 178.000 neue Jobs geschaffen. Zudem sank die Arbeitslosenquote leicht auf 4,3 Prozent. «Die These von einem sich abschwächenden Arbeitsmarkt können wir vorerst ad acta legen», sagte dazu Chefanalyst Steve Sosnick vom Handelshaus Interactive Brokers.
Die US-Konjunktur ist zuletzt gewachsen, während die Beschäftigung stabil blieb, wie aus dem jüngsten Konjunkturbericht der Zentralbank Federal Reserve hervorgeht. Darin heisst es weiter, der Iran-Krieg und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise hätten spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Der Konflikt sei eine Hauptursache für Unsicherheit, die Personalentscheidungen, Preisgestaltung und Investitionen erschwere. Experten erwarten, dass die Fed weiter stillhalten und ihren Leitzins auf der nächsten Sitzung Ende April in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen wird.
(Reuters)

