«Die Investitionen Dänemarks in US-Staatsanleihen sind, wie Dänemark selbst, irrelevant», sagte Bessent am Mittwoch am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos vor Journalisten. Die dänischen Investitionen seien gering. «Ich bin überhaupt nicht besorgt», fügte er hinzu. «Als Finanzminister sehe ich ja unsere Auktionen von Staatsanleihen. Wir verzeichnen ausländische Investitionen in Rekordhöhe.»
Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension hatte am Dienstag angekündigt, seine gesamten Bestände an US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar zu verkaufen. «Die Entscheidung wurzelt in den schlechten US-Staatsfinanzen, die uns zu dem Schluss bringen, dass wir uns um einen alternativen Weg für unser Liquiditäts- und Risikomanagement bemühen müssen», betonte Investmentchef Anders Schelde. AkademikerPension erklärte zwar, dass die Entscheidung keine politische Aktion im Zusammenhang mit dem Streit zwischen Dänemark und den USA um Grönland sei. Schelde fügte jedoch hinzu: «Es steht also nicht in direktem Zusammenhang mit dem anhaltenden Zerwürfnis zwischen den USA und Europa, aber natürlich hat das die Entscheidung nicht erschwert.»
Bessent warf dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zugleich «hetzerische Äusserungen» vor. Wenn dies alles sei, was Macron zu tun habe, während der französische Haushalt am Boden liege, solle er sich besser auf andere Dinge für das französische Volk konzentrieren, sagte der amerikanische Finanzminister. Abfällig äusserte er sich auch zu der Ankündigung Frankreichs, ein Nato-Manöver in Grönland anzustreben.
(Reuters)

