In der US-Privatwirtschaft ⁠kamen insgesamt 122.000 Jobs hinzu, wie aus der am Mittwoch ‌veröffentlichten Unternehmensumfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. ‌Das ist der grösste Zuwachs ​seit Januar 2025. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 117.000 erwartet, nach revidiert 105.000 im April. «Der Arbeitsmarkt zeigt auf dem ‌Weg in die Einstellungssaison im Sommer weiter eine anhaltende Dynamik», sagte ADP-Chefökonomin Nela Richardson.

Die Umfragedaten aus der Privatwirtschaft werfen ​ein Schlaglicht auf die Lage eines ​wichtigen Teils des US-Jobmarkts. Ein umfassendes ​Bild liefert der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der auch Stellen im ‌öffentlichen Dienst erfasst. Für den am Freitag anstehenden Job-Report erwarten Ökonomen ein Stellenplus von rund 85.000, nach einem ​Zuwachs ​von 115.000 im April.

Die ⁠US-Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung fördern ​und Preisstabilität sichern ⁠soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne ‌von 3,50 bis 3,75 Prozent unverändert gehalten. Angesichts der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft ‌und insbesondere auf die Energiepreise gilt ​eine baldige Zinssenkung als sehr unwahrscheinlich.

(Reuters)