Die Kläger hatten Binance und Zhao eine Mitschuld an 64 Terroranschlägen ⁠weltweit gegeben. Die zuständige US-Richterin Jeanette Vargas in Manhattan entschied, die 535 Kläger, darunter ‌Opfer und deren Angehörige, hätten nicht plausibel ‌dargelegt, dass die Beklagten «sich schuldhaft ​mit diesen Terroranschlägen in Verbindung gebracht, sich daran beteiligt haben, weil sie diese herbeiführen wollten, oder durch ihre Handlungen deren Erfolg sicherstellen wollten».

Die Kläger warfen Binance und Zhao vor, den Transfer von Kryptowährungen ‌im Wert von Hunderten Millionen Dollar an Terrororganisationen ermöglicht zu haben. Diese Gruppen hätten zwischen 2017 und 2024 zahlreiche Angriffe verübt. Vargas erklärte, auch ​wenn Binance und Zhao sich der Rolle ​der Kryptowährungsbörse bei der Terrorismusfinanzierung möglicherweise generell bewusst ​gewesen seien, habe ihre einzige Beziehung zu den Gruppen darin bestanden, dass diese ‌oder ihre Partner Konten auf der Binance-Börse gehabt und dort in einer marktüblichen Beziehung Transaktionen durchgeführt hätten.

Die Richterin bezeichnete die 891 Seiten ​lange ​Klageschrift zudem als «völlig unnötig». Die Kläger ⁠könnten ihre Klage jedoch nachbessern. In Gerichtsunterlagen hatten ​Binance und Zhao ⁠erklärt, sie verurteilten Terrorismus. Ein Sprecher von Binance erklärte in einer E-Mail, ‌das Unternehmen sei erfreut, dass das Gericht haltlose Anschuldigungen zurückgewiesen habe. «Binance nimmt die Einhaltung von Vorschriften ernst und ‌hat keine Toleranz für böswillige Akteure auf seiner Plattform.» ​Eine Stellungnahme der Anwälte der Kläger lag zunächst nicht vor.