Die Importe übertrafen ‌die ⁠Exporte nur noch um 55,9 Milliarden Dollar, wie ⁠das Handelsministerium in Washington am Dienstag mitteilte. Im März hatte ‌das Defizit noch 56,6 Milliarden ‌Dollar betragen.

Grund für die ​Entwicklung: Die Exporte wuchsen mit 2,6 Prozent zum Vormonat auf den Rekordwert von 327 Milliarden Dollar, während die Einfuhren nur um 2,0 Prozent auf 383 Milliarden ‌Dollar zulegten. Die Bestmarke ist auch auf einen Anstieg der Erdöllieferungen zurückzuführen. Der seit mehr als drei ​Monaten währende Krieg der USA und ​Israels mit dem Iran dürfte ​die Erdölexporte weiter ankurbeln. Die USA sind ein Netto-Ölexporteur.

US-Präsident Donald ‌Trump hatte nach seinem Amtsantritt im Januar 2025 höhere Zölle verhängt, darunter gegen Exportweltmeister China und die ​Europäische ​Union (EU). Der Republikaner begründete den ⁠Protektionismus damit, dass sein Land ​ausgenutzt werde und ⁠verwies auf das hohe Defizit in der Handelsbilanz. ‌Trump verteidigt die Zölle als notwendig, um Handelsungleichgewichte zu beseitigen und die US-Industrie zu schützen. ‌Dennoch hatte das Handelsdefizit im vergangenen ​Jahr ein Rekordhoch erreicht.

(Reuters)