Die Lücke zwischen Ein- und Ausfuhren verringerte sich um 5,6 Prozent auf 73,3 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem etwas niedrigeren Defizit von 73,0 Milliarden Dollar gerechnet. Die Importe sanken deutlich um 1,8 Prozent auf 388 Milliarden Dollar. Die Exporte gingen um 0,9 Prozent zurück auf 314,7 Milliarden Dollar.
Dass das chronisch hohe US-Handelsdefizit im Juni etwas zurückgegangen ist, dürfte allerdings keine Trendwende markieren. Denn boomende Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) hatten das Handelsdefizit im Mai sprunghaft steigen lassen. Es hat sich auch im zweiten Quartal ausgeweitet und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um einen vollen Prozentpunkt geschmälert. Damit reichte es im Frühjahr dennoch für ein BIP-Wachstum von auf das Jahr hochgerechnet 1,5 Prozent. Befeuert wurde die Wirtschaft durch die Binnennachfrage, die vom Konsum und boomenden Investitionen in die KI-Infrastruktur getrieben wurde.
(Reuters)

