Es gebe Bereiche von globaler Bedeutung wie Klimawandel und künstliche Intelligenz, «in denen wir mit Ihnen als zwei Weltmächte zusammenarbeiten wollen», sagte Raimondo am Dienstag in der Grossen Halle des Volkes in Peking zu dem Regierungschef. Ziel sei es, «das Richtige für die gesamte Menschheit zu tun». Li zufolge seien solide Wirtschaftsbeziehungen und Handelskooperationen nicht nur für die beiden Länder von Vorteil, sondern für die ganze Welt.
Raimondo sicherte dem chinesischen Wirtschaftsminister He Lifeng zuvor zu, dass sich die USA nicht von ihrem Rivalen abkoppeln wollen. «Während wir beim Schutz unserer nationalen Sicherheit niemals Kompromisse eingehen werden, möchte ich klarstellen, dass wir niemals versuchen werden, Chinas Wirtschaft abzukoppeln oder auszubremsen», sagte sie. He wiederum kritisierte US-Zölle, Exportkontrollen und Beschränkungen für Investitionen in beide Richtungen.
Raimondo vereinbarte mit Tourismusminister Hu Hepin, den 14. chinesisch-amerikanischen Tourismusgipfel in der ersten Hälfte des nächsten Jahres in der Volksrepublik abzuhalten. Das gilt als Schritt, um die bilateralen Beziehungen zu festigen. Beide Seiten wollten die touristische Zusammenarbeit wiederbeleben und ausbauen, so das US-Handelsministerium. Zuletzt fand ein Treffen dieser Art 2019 in Seattle statt. Beide Länder haben sich im August darauf geeinigt, die Zahl der zwischen ihnen erlaubten Flüge zu verdoppeln, die immer noch nur einen Bruchteil der Zahl vor der Pandemie betragen. Sollte China beim Reiseverkehr mit den USA wieder das Niveau von 2019 erreichen, würde dies der US-Wirtschaft 30 Milliarden Dollar und 50'000 Arbeitsplätze bringen, sagte Raimondo.
China hat zuletzt scharf kritisiert, dass die US-Regierung den Zugang der Volksrepublik zu besonders leistungsfähigen Halbleitern durch Ausfuhrkontrollen behindert. Peking wiederum hatte Ausfuhrkontrollen für wichtige Rohstoffe für die Chip-Produktion angekündigt.
(Reuters)
