Die Unternehmen Danco Laboratories und GenBioPro reichten ihre Anträge am Samstag ein. Ein Berufungsgericht hatte am Freitag die Zustellung des Medikaments per Post vorläufig blockiert und damit den Zugang landesweit erheblich eingeschränkt, insbesondere in Bundesstaaten, die Abtreibungen bereits verboten haben.
Die Entscheidung des Gerichts sorge für «sofortige Verwirrung und Verunsicherung», teilte Danco mit. GenBioPro erklärte, man setze sich für das Recht aller Menschen auf Zugang zu einer sicheren und erschwinglichen Gesundheitsversorgung ein. Ein konservativ besetztes Berufungsgericht in New Orleans hatte zuvor dem republikanisch regierten Bundesstaat Louisiana Recht gegeben. Dieser hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA verklagt und argumentiert, die Behörde habe bei der Zulassung des Versandhandels die Risiken schwerwiegender Nebenwirkungen wie Sepsis und Blutungen ignoriert.
Der Rechtsstreit ist die jüngste Auseinandersetzung um den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, seit der Oberste Gerichtshof 2022 das Grundsatzurteil «Roe v. Wade» kippte, das ein landesweites Recht auf Abtreibung verankert hatte. Mifepriston wird bei etwa zwei Dritteln der Abtreibungen in den USA eingesetzt. Die FDA hatte 2023 unter dem damaligen demokratischen Präsidenten Joe Biden eine Vorschrift aufgehoben, die eine persönliche Aushändigung von Mifepriston vorschrieb, und den Versand per Post erlaubt.
Für Louisiana und andere republikanisch regierte Bundesstaaten hat die Einschränkung des Zugangs zu Mifepriston Priorität. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat erklärt, sie prüfe die Sicherheit von Mifepriston. Der Oberste Gerichtshof hatte sich 2024 bereits mit einer anderen Klage gegen die Versandhandelsregelung befasst, diese jedoch aus formellen Gründen abgewiesen. Die Bundesstaaten Missouri, Kansas und Idaho sind in dieses Verfahren eingetreten, das noch anhängig ist.
(Reuters)

