Der Einkaufsmanagerindex verharrte mit 52,7 Zählern nahe seinem Vierjahreshoch, ‌wie ⁠das Institute for Supply Management (ISM) am Freitag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Von ⁠Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 53,0 Zähler gerechnet. Das Barometer blieb ‌damit den vierten Monat in Folge über ‌der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. ​Auf das Verarbeitende Gewerbe entfallen gut zehn Prozent der Wirtschaftsleistung der USA.

Ein Treiber waren die steigenden Neuaufträge. Offenbar gaben die Unternehmen vermehrt Bestellungen auf, um Engpässen und höheren Preisen infolge des Krieges zwischen ‌den USA und Israel mit Iran vorzubeugen. Die erhöhte Nachfrage führte dazu, dass die Hersteller mehr für Vorprodukte bezahlen mussten. Der zugehörige Preisindex schoss ​auf 84,6 Punkte in die Höhe, den höchsten ​Stand seit April 2022. Der Anstieg ​bestärkte die Erwartungen von Ökonomen, dass sich die Inflation in diesem Jahr weiter beschleunigen ‌würde.

Vor dem Krieg war die Industrie durch die von Präsident Donald Trump verhängten pauschalen Einfuhrzölle belastet worden, die jedoch vom Obersten Gerichtshof ​der ​USA gekippt wurden. Das Weisse Haus ⁠hat neue Zölle eingeführt und argumentiert, ​diese seien notwendig, um die ⁠heimische industrielle Basis wiederzubeleben. Da wahrscheinlich vorgezogene Käufe die Bestellungen antrieben, ‌verlangsamte sich der Zuwachs bei den Auftragsbeständen im vergangenen Monat weiter, während der Abschwung bei den Exporten anhielt. Infolgedessen ‌sank die Beschäftigung in der Industrie den 15. ​Monat in Folge. Seit Januar 2025 sind in der Branche rund 85.000 Arbeitsplätze weggefallen.

(Reuters)