Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor stieg ‌im ⁠Mai stärker als erwartet um 1,3 auf 54,0 ⁠Punkte und damit auf den höchsten Stand seit vier Jahren, wie ‌das Institute for Supply Management (ISM) am ‌Montag zu seiner Unternehmensumfrage ​mitteilte. Das Barometer hielt sich damit den fünften Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Hier könnte eine Rolle gespielt haben, dass Firmen wegen steigender ‌Preise und Versorgungsengpässen Aufträge vorgezogen haben. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf 53,0 Zähler gerechnet. Auf ​das Verarbeitende Gewerbe entfallen gut zehn Prozent ​der Wirtschaftsleistung der USA.

«Damit ​zeigt sich, dass die US-Konjunktur bislang widerstandsfähig gegenüber geopolitischen Herausforderungen ist», sagte ‌Helaba-Analyst Ulrich Wortberg. Gleichzeitig seien die Preise, die Unternehmen für Vorleistungen zahlten, wieder etwas gesunken. Der Preisindex sei ​mit ​82,1 Punkten aber weiter auf ⁠hohem Niveau, erklärte der Experte. «Vor ​diesem Hintergrund wundert es ⁠nicht, dass Marktteilnehmer auf Zinserhöhungen seitens der US-Notenbank ‌setzen.»

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hatte den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 ‌Prozent belassen. Vor weiteren Zinsschritten wollen die ​Währungshüter zunächst die Folgen des Iran-Kriegs abwarten.

(Reuters)