Die ⁠Bestellungen sanken um 1,3 Prozent zum Vormonat, ⁠wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Ökonomen hatten ‌sogar mit einem Rückgang um ‌1,8 Prozent gerechnet, ​nach einem Anstieg von revidiert 5,3 Prozent im April. Bereinigt um den schwankungsanfälligen Verkehrsbereich legte das Neugeschäft um 1,9 Prozent zu. Das Verarbeitende ‌Gewerbe steht für rund zehn Prozent der US-Wirtschaft.

Die US-Notenbank hat den Leitzins zuletzt in der ​Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent ​belassen. Ein überraschender Schwächeanfall am ​US-Arbeitsmarkt spricht aus Sicht der Finanzmärkte gegen eine ‌baldige Zinserhöhung. Experten verweisen zudem darauf, dass sich die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegene Inflation wegen ​der ​mittlerweile gesunkenen Ölpreise ⁠wieder abschwächen dürfte. Der neue ​Fed-Chef Kevin Warsh ⁠sagte jüngst auf dem EZB-Forum in Sintra, ‌die Inflationserwartungen und -gefahren hätten sich in den vergangenen Wochen abgeschwächt. Zugleich bekräftigte ‌er sein Bekenntnis, dass die ​Fed für Preisstabilität sorgen werde. 

(Reuters)