Die US-Unternehmen haben ihre Produktion im Februar leicht gesteigert. Industrie, Versorger und Bergbau stellten zusammen ‌0,2 ⁠Prozent mehr her als im Vormonat, wie die US-Notenbank ⁠Federal Reserve (Fed) am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten für ‌die Gesamtproduktion nur einen Zuwachs von 0,1 ‌Prozent erwartet, nach 0,7 ​Prozent im Januar.

Die Industrie allein erhöhte ihre Produktion im Februar ebenfalls um 0,2 Prozent. Fachleute hatten mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet, nach revidiert 0,8 (ursprünglich 0,6) Prozent im ‌Januar. Auf den Industriebereich entfallen in den USA gut zehn Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Konjunktur in den Vereinigten Staaten hatte ​sich vor der Jahreswende deutlich abgekühlt: Das ​Bruttoinlandsprodukt legte auf das Jahr hochgerechnet ​von Oktober bis Dezember nur noch um 0,7 Prozent zu, nach 4,4 ‌Prozent im Sommer. Als Konjunkturbremse erwies sich dabei der sogenannte Shutdown, also die 43-tägige Haushaltssperre der Regierung.

Nun könnte der ​Ölpreisschock infolge ​des Ende Februar ausgebrochenen Nahostkriegs ⁠für neuen Gegenwind sorgen: Angesichts der ​aktuellen Unsicherheit rechnen ⁠Experten damit, dass die Fed den Leitzins am Mittwoch ‌unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten wird. Mit Spannung blicken Investoren auf den ‌Zinsausblick. Dabei wird sich zeigen, ob die Währungshüter ​weiterhin eine Senkung im laufenden Jahr avisieren oder nicht.

(Reuters)