Die mit Spannung erwarteten US-Inflationsdaten haben am Freitag an den Devisenmärkten keine allzu grossen Spuren hinterlassen. Die Daten fielen etwas unter den Erwartungen aus und setzten damit den Dollar leicht unter Druck.
Der Franken wurde insgesamt etwas stärker. Das USD/CHF-Paar notierte am Abend bei 0,7684 nach 0,7702 am frühen Morgen. Für das EUR/CHF-Paar wurde am Abend 0,9117 nach 0,9133 bezahlt . Für EUR/USD errechnet sich daraus kaum veränderte 1,1865 nach 1,1858.
Die Jahresteuerung in den USA sank im Januar deutlich auf 2,4 Prozent von 2,7 Prozent im Dezember, erwartet worden war ein Rückgang lediglich auf 2,5 Prozent. Das grösste Phänomen sei, dass bislang von den US-Zöllen kein nennenswerter Inflationsdruck ausgehe, meinte ein Ökonom. Für die US-Notenbank sei die Inflation aber dennoch weiterhin zu hoch: Entsprechend gebe es wohl keinen Handlungszwang für das Fed. Die Jahresteuerung in der Schweiz verharrte derweil bei +0,1 Prozent.
Die Wirkung der Daten habe sich wohl in Grenzen gehalten, da immer noch viele Ökonomen keine schnellen Leitzinssenkungen durch das Fed erwarten. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, verwies auf die robuste US-Wirtschaft. «Da gleichzeitig die Inflationsrate noch über dem Fed-Ziel von zwei Prozent liegt, besteht also keine Notwendigkeit für die US-Währungshüter, rasch handeln zu müssen.»
(AWP)

