Um 14:30 Uhr werden US-Inflationsdaten für den Monat Juni veröffentlicht. Von diesen Daten erhoffen sich die Anleger Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Federal Reserve. Erwartet wird ein Wert von 3,1 Prozent. Sollte die Inflation im Juni stärker gefallen sein als erwartet, könnte dies den Beteiligungspapieren weitere Unterstützung geben, heisst es am Mark
Wer als Händler hofft, von einer Überraschung bei den heutigen US-Inflationszahlen zu profitieren, sollte sich nach Einschätzung von JPMorgan Chase denn auch für Teuerungsdaten positionieren, die unter den Erwartungen liegen.
JPMorgan sieht eine Wahrscheinlichkeit von vier zu fünf, dass die Daten im Rahmen der Schätzung oder darunter liegen. Liegt JPMorgan richtig, dürften solche Zahlen die Börse bei sonst gleichen Bedingungen stützen.
Im Mai hatte die US-Inflation 4 Prozent betragen. Für den Fall, dass sie im vergangenen Monat deutlich nachgelassen hat, sieht JPMorgan das US-Börsenbarometer S&P 500 bis zu 3 Prozent klettern. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Überraschung wird doppelt so hoch eingeschätzt wie die, dass erneuter Inflationsdruck den Aktienmarkt auf Talfahrt schickt.
Die Wall Street hatte im späten Geschäft am Dienstag ihre Gewinne noch etwas ausbauen können. Grund dafür waren unter anderem Kommentare von Vertretern der US-Notenbank, die darauf hindeuteten, dass sich die US-Zinsen ihrem Höhepunkt nähern könnten.
So sagte Mary Daly, Fed-Präsidentin von San Francisco, der die "Balance zwischen zu viel und zu wenig tun", verbessere sich. Atlanta-Fed-Chef Raphael Bostic deutete an, dass die Fed es sich leisten könne, bei Zinsanhebungen geduldig vorzugehen und abzuwarten.
(cash/Bloomberg/Reuters)
