Die Aktien des Dentalimplantate-Herstellers Straumann gewinnen am Montag 1,1 Prozent auf 133,30 Franken, während der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Market Index (SMI) 0,6 Prozent höher steht. Seit Jahresbeginn sind die Valoren um 23 Prozent gestiegen.
Stifel erhöht das Kursziel für Straumann auf 167 von 160 Franken und belässt die Einstufung auf «Buy». Das organische Umsatzwachstum im zweiten Quartal sei stark ausgefallen, schreibt Analyst Daniel Jelovcan. Das Patientenaufkommen bleibe dynamisch und selbst wirtschaftlich schwierige Regionen wie das Vereinigte Königreich oder Deutschland hätten sich stark entwickelt. Auch habe Straumann in China weitere Marktanteile gewinnen können, so der Experte weiter.
Die Verlangsamung bei komplexen Zahnbehandlungen sei am Markt bekannt und betreffe überdies nur Nordamerika. Insgesamt gehe er für das kommende Jahr von einem zweistelligen Wachstum aus und rate den Investoren, nach dem jüngsten Kursrückgang zuzugreifen - sogenannt «buy the dip». Das ergibt für Anlegerinnen und Anleger ein Kurspotenzial von 25 Prozent.
Straumann ist ein Anbieter im Bereich der dentalen Implantologie, restaurativen Zahnmedizin und oralen Geweberegeneration.
Starker Franken schmälert Umsatz und Gewinnmarge
Straumann lief es im ersten Semester nicht schlecht, doch litt das Unternehmen unter dem starken Franken. So legten die Verkäufe im ersten Semester zwar um 3,3 Prozent auf 1,22 Milliarden Franken zu, wie Straumann am 15. August mitteilte. Doch wurde der Zuwachs von unvorteilhaften Wechselkursen stark geschmälert. Denn der Franken gewann nicht nur gegenüber dem Euro oder dem US-Dollar an Wert, er legte vielmehr auch gegenüber Währungen wie dem chinesischen Renminbi, der türkischen Lira oder dem japanischen Yen zu. Und Straumann ist in all diesen Märkten präsent.
Die Kern-EBIT-Marge ging derweil auf 26,0 von 27,9 Prozent zurück. Hier drückten die Währungsgegenwinde die Marge um satte 190 Basispunkte nach unten. Sie wäre ohne Wechselkursveränderungen nur um 10 Basispunkte zurückgegangen.
Neue Verwaltungsrats-Präsidentin
Beim Dentalspezialisten Straumann kommt es zudem im nächsten Frühjahr zu einem Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrates: Auf Gilbert Achermann soll Petra Rumpf folgen.
Achermann trat nach dem Börsengang 1998, den er als Investmentbanker bei der UBS leitete, als Finanzchef bei Straumann ein. Im Jahr 2002 wurde er CEO und übernahm 2010 das Präsidium des Verwaltungsrats.
Mit Petra Rumpf stehe eine Industrieexpertin und engagierte Führungspersönlichkeit für die Wahl zur Präsidentin zur Verfügung, so Achermann am 15. August. «Ihre tiefen Branchenkenntnisse, ihre strategische Expertise und ihr tiefes Verständnis digitaler Transformationen bilden eine hervorragende Grundlage, um Straumann in die nächste Wachstumsphase zu bringen», erklärte Achermann.
(cash/AWP)
