Der Jahresauftakt ist dem Lifthersteller aus Ebikon (Luzern) geglückt. Am Dienstag steigen die Partizipationsscheine von Schindler kurzzeitig um 2,1 Prozent auf 308 Franken. Eine Stunde nach Handelsbeginn pendelt sich der Preis bei 304,60 Franken ein. Auch die Namenaktien notieren 0,7 Prozent höher und damit auf dem höchsten Stand seit Ende Oktober.
Ausschlaggebend für das 16-Wochen-Hoch der Schindler Valoren dürfte die Hochstufung von JPMorgan auf «Overweight» sein. Zuvor hatte die US-Investmentbank ihr Rating ausgesetzt und vergibt nun unter den Analysten das derzeit höchste Kursziel von 340 Franken - ein Aufwärtspotenzial von gut 10 Prozent zum aktuellen Kurs.
Die globale Liftsparte trete aufgrund der Erholung des chinesischen Bausektors in eine Phase strukturell höherer Margen ein, begründet der Analyst. Der Schweizer Lift- und Rolltreppenhersteller setze erfolgreich Margeninitiativen um und sei auf Kurs, das mittelfristige EBIT-Margenziel von 13 Prozent zu erreichen. Für 2026 erwartet der Analyst eine positive Entwicklung im europäischen Wohnimmobilienmarkt und in den sich erholenden US-Büromärkten. In denen sei Schindler gut aufgestellt, so der Experte.
Bereits vor einem Monat haben die Kollegen von Morgan Stanley die Anlageempfehlung für Schindler erhöht auf «Gleichgewichten» von zuvor «Untergewichten». Auch Bernstein hat die Abdeckung aufgenommen mit «Market Perform».
Schindler-Aktien werden von Analysten überwiegend als solide, defensive Qualitätsaktie mit stabilem Servicegeschäft angesehen, die von Modernisierungsbedarf in Europa profitiert, aber kurz- bis mittelfristig durch den chinesischen Markt belastet wird.
Dennoch scheinen die Analysten Zuversicht für den Lifthersteller zu gewinnen. Wie die Zürcher Kantonalbank jüngst schrieb, liefere Schindler in den letzten Jahren kontinuierliche Margenfortschritte trotz eines anspruchsvollen Neuanlagengeschäfts vor allem in China.
«Das an Bedeutung gewinnende Modernisierungsgeschäft, das margenstarke Servicegeschäft und weitere Effizienzverbesserungen sorgen trotz der etwas verlangsamten Umsatzdynamik für weitere Profitabilitätsverbesserungen», so die ZKB, die ihr Rating mit «Marktgewichten» bestätigt.
Derzeit vergeben die bei Bloomberg erfassten Analysten fünf eine Kaufempfehlung, neun raten zum Halten und drei raten, die Titel zu verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel für 12 Monate beläuft sich auf 303 Franken.
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