Der US-Investor Bill Ackman will den weltgrössten Musikkonzern Universal Music Group für rund 55,75 Milliarden Euro übernehmen. ‌Seine ⁠Investmentfirma Pershing Square habe am Dienstag ein entsprechendes unverbindliches Angebot unterbreitet, teilte ⁠sie mit. Die Offerte aus Barmitteln und Aktien bewerte Universal Music mit 30,40 ‌Euro je Aktie. Dies entspricht einem ‌Aufschlag von 78 Prozent auf den ​letzten Schlusskurs von 17,10 Euro. Universal Music Group (UMG), das grösste der drei Major-Label neben Sony Music und Warner Music, hat unter anderem Künstler wie Taylor Swift, BTS oder Billie Eilish unter ‌Vertrag.

Den Plänen zufolge sollen die UMG-Aktionäre für jedes ihrer Papiere 5,05 Euro in bar sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft erhalten. ​Das Management von UMG habe hervorragende Arbeit geleistet und ​eine erstklassige Künstlerriege aufgebaut, sagte Pershing-Chef ​Ackman. Dennoch habe sich der Aktienkurs von UMG schlecht entwickelt. Als Gründe ‌nannte Pershing Square unter anderem die Unsicherheit über den 18-prozentigen Anteil der Bolloré-Gruppe sowie eine verschobene US-Börsennotierung.

Im Zuge der Transaktion soll UMG ​mit ​dem Börsenmantel Pershing Square SPARC ⁠Holdings verschmolzen werden. Die daraus entstehende «New UMG» ​soll als Unternehmen ⁠im US-Bundesstaat Nevada an der New Yorker Börse notiert werden. ‌Durch den Schritt würden 17 Prozent der ausstehenden UMG-Aktien eingezogen, während die Bonität des Konzerns auf Investment-Niveau erhalten bliebe. ‌Pershing Square rechnet mit einem Abschluss der Übernahme ​bis zum Jahresende. 

(Reuters)