Das Barometer für die US-Verbraucherlaune fiel um 2,7 auf 101,3 Punkte, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner Umfrage mitteilte. Das ist der schlechteste Wert seit einem halben Jahr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 104,0 Zählern gerechnet. Die US-Konsumenten schätzen ihre Lage zwar etwas besser ein, blicken aber weniger optimistisch in die Zukunft. "Die Verbraucher sind pessimistischer geworden, was die Aussichten sowohl für die Wirtschaft als auch für den Arbeitsmarkt betrifft", sagte Conference Board-Experte Ataman Ozyildirim.
Der noch immer recht hohe Preisdruck in den USA gilt als Stimmungsbremse, da er die Kaufkraft der Verbraucher drückt. Die Notenbank will mit Zinserhöhungen verhindern, dass sich die Erwartung einer anhaltend hohen Inflation in den Köpfen der Bürger festsetzt. Laut der Conference-Board-Umfrage rechnen die Befragten auf Sicht von zwölf Monaten mit einer Teuerungsrate von 6,2 Prozent.
Um den Preisauftrieb zu zügeln, hatte die Fed die geldpolitischen Zügel zuletzt weiter angezogen und den Leitzins auf die neue Spanne von 4,75 bis 5,0 Prozent gesetzt. Die Inflation lag zuletzt trotz eines Rückgangs auf 5,0 Prozent noch weit über dem Fed-Ziel von 2,0 Prozent.
(Reuters)
