Das Barometer fiel um 0,4 auf 71,2 Punkte, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer monatlichen Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem etwas stärkeren Rückgang auf 71,0 Punkte gerechnet. Die Konsumenten bewerteten ihre Lage besser als im Vormonat, die Aussichten für die kommenden Monate hingegen schlechter.
Die starke Teuerung in den USA dämpft die Kauflaune. Auch wenn die Inflation zuletzt mit 3,2 Prozent erstmals seit über einem Jahr wieder auf dem Vormarsch waren, sanken die Inflationserwartungen der Konsumenten nun ein wenig: Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate rechnen sie mit einer Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen von 3,3 Prozent. Im Juli hatten die Konsumenten noch 3,4 Prozent veranschlagt.
Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent angehoben, um die grassierende Teuerung in den Griff zu bekommen. Ob sie im September nachlegt oder pausiert, ist unklar. Die US-Währungshüterin Mary Daly hat davor gewarnt, den Sieg über die Inflation zu früh auszurufen.
(Reuters)
