«Die Fed duldet keine dauerhaft erhöhte Inflation», sagte er am Dienstag bei einer Anhörung im Kongress laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript. Warsh erklärte vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses, die Zentralbank werde mit der «richtigen Geldpolitik» dafür sorgen, dass der Inflationsschub der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehöre. Die vom Iran-Krieg und höheren Energiepreisen angefachte Inflation in den USA hat sich zuletzt abgeschwächt: Die Verbraucherpreise stiegen im Juni um 3,5 Prozent, nach einer Teuerungsrate von 4,2 Prozent im Mai.
Die anhaltend erhöhte Inflation könnte die US-Notenbank Federal Reserve in Zugzwang bringen. Sie muss laut Direktoriumsmitglied Christopher Waller die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, sollte die Teuerung weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed von zwei Prozent verharren. Die Finanzmärkte stellen sich auf eine mögliche geldpolitische Straffung im September ein. Die Chancen dafür werden nach der Abschwächung der Inflation von Händlern allerdings nur noch auf rund 70 Prozent taxiert. Vor Veröffentlichung der Daten waren sie auf über 90 Prozent geschätzt worden.
(Reuters)

