Es gebe keine dringende Notwendigkeit, ⁠an der Zinsschraube zu drehen, sagten die Präsidentinnen der regionalen Notenbanken ‌von Boston und Cleveland, Susan Collins ‌und Beth Hammack, am ​Freitag unabhängig voneinander. Collins plädierte für einen «geduldigen, wohlüberlegten Ansatz». Hammack erklärte, die Geldpolitik befinde sich in einer «guten Position». Die Fed hatte den Leitzins im vergangenen Jahr um ‌0,75 Prozentpunkte auf die aktuelle Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt, um den Arbeitsmarkt zu stützen.

Beide Währungshüterinnen verwiesen ​jedoch auf die anhaltenden Preisrisiken. Collins warnte ​in ihrem Ausblick vor Risiken ​für einen weiteren Preisanstieg. Hammack betonte, die Teuerung sei immer noch «zu ‌hoch» und plädierte dafür, die Zinsen «für eine ganze Weile» stabil zu halten. Belastet wird die Lage durch die ​geopolitischen ​Spannungen: Der Angriff ⁠der USA und Israels auf den ​Iran hat die ⁠Energiepreise steigen lassen, was die Inflationsbekämpfung erschwert. An den Finanzmärkten ‌wird fest damit gerechnet, dass die Fed bei ihrer Sitzung am 17. und 18. ‌März die Zinsen unverändert lässt.