US-Notenbanker Michael Barr begründete dies am Dienstag mit der anhaltend hohen Inflation über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed und den Risiken durch den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten. Er wolle Beweise dafür sehen, dass die Inflation bei Waren und Dienstleistungen nachhaltig zurückgehe, bevor er eine weitere Senkung des Leitzinses in Betracht ziehe, sagte Barr bei einer Konferenz. Dies gelte, sofern die Lage am Arbeitsmarkt stabil bleibe. Der Arbeitsmarkt scheine sich Barr zufolge zu stabilisieren.
Die Fed hatte den Leitzins auf ihrer Sitzung in der vergangenen Woche in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Die Geldpolitiker signalisierten jedoch, dass sie in diesem Jahr noch mindestens eine weitere Zinssenkung erwarten. Diese Aussicht wird jedoch angesichts des hohen Ölpreises in Zweifel gezogen. Anleger gehen nun davon aus, dass die Fed die Zinsen beibehält. Zudem sehen sie eine steigende Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbank die Zinsen bis zum Jahresende sogar anheben könnte.

