Hintergrund seien schwindende Bestände ⁠durch den Krieg mit dem Iran sowie Waffenlieferungen an die Ukraine in den ‌vergangenen Jahren, sagten mit den Plänen vertraute ‌Personen am Mittwoch (Ortszeit) der ​Nachrichtenagentur Reuters. Eine Sprecherin des Weissen Hauses, Anna Kelly, erklärte, das US-Militär verfüge über mehr als genug Munition für die strategischen Ziele von US-Präsident Donald Trump. Die «Operation Epic Fury» habe gezeigt, ‌was passiere, wenn man sich mit den USA anlege. Dennoch habe der Präsident die Rüstungsunternehmen aufgefordert, die Produktion im Inland stetig zu erhöhen.

Es ​wäre das zweite Treffen dieser Art im ​Weissen Haus. Im März waren bereits ​Führungskräfte von Unternehmen wie BAE Systems, Lockheed Martin, Northrop Grumman, RTX, Boeing, Honeywell Aerospace und ‌L3Harris mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zusammengekommen. Das US-Verteidigungsministerium drängt die Auftragnehmer zu einem deutlich höheren Tempo. Im Zentrum stehen dabei Anfang des ​Jahres ​geschlossene Rahmenvereinbarungen.

So soll Lockheed ⁠Martin die Produktion von PAC-3-Abfangraketen für das ​Patriot-Luftabwehrsystem verdreifachen und ⁠die Herstellung von THAAD-Raketen vervierfachen. Mit RTX gibt es zudem Vereinbarungen, ‌um den Bau von Tomahawk-Marschflugkörpern und AMRAAM-Raketen anzukurbeln. Bisher handelt es sich dabei jedoch um unverbindliche Rahmenvereinbarungen, aus ‌denen erst noch feste Verträge hervorgehen müssen. Die ​betroffenen Unternehmen äusserten sich zunächst nicht zu den Informationen.

(Reuters)