Insiderinformationen dürften nicht für Investitionen ⁠an Terminmärkten verwandt werden, heisst es in einer E-Mail an die Belegschaft vom ‌24. März, über die das «Wall Street Journal» ‌berichtete. Ein Regierungsvertreter bestätigte den ​Bericht.

Die E-Mail war einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Pause bei Angriffen auf den Iran angeordnet hatte, versendet worden. Trump strebe zwar einen starken und profitablen Aktienmarkt für alle an, teilte der Sprecher ‌des Weissen Hauses, Davis Ingle, der Nachrichtenagentur Reuters mit. «Mitgliedern des Kongresses und anderen Regierungsvertretern sollte es jedoch untersagt sein, nicht-öffentliche Informationen zum finanziellen Vorteil ​zu nutzen.»

Einigen wichtigen Entscheidungen Trumps waren zuletzt auffällig ​gut getimte Finanzwetten vorausgegangen. Dies veranlasste Experten ​zu der Frage, ob vorab Informationen durchgesickert waren. So platzierten Investoren am Dienstag ‌nur wenige Stunden vor der Bekanntgabe einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Wetten auf den Ölpreis im Volumen von rund 950 Millionen ​Dollar. ​Bereits im März zeigten Börsendaten ⁠ähnlich gut platzierte Wetten auf Öl-Terminkontrakte, kurz ​bevor Trump einen Aufschub ⁠der Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur ankündigte.

Auch lukrative Einsätze auf sogenannten ‌Prognosemärkten, bei denen Händler auf den Ausgang bestimmter Ereignisse wetten können, zogen die Aufmerksamkeit auf sich. Rechtsexperten und Parlamentarier fordern ‌nun eine genaue Untersuchung, ob diese Transaktionen auf Insiderwissen ​oder undichten Stellen beruhen.

(Reuters)