Der US-Stahlkonzern Worthington Steel ist bei der 2,4 Milliarden Euro schweren Übernahme des Metallverarbeiters Klöckner & Co (KlöCo) am Ziel. Die Offerte sei bis zum Ende der Annahmefrist am Donnerstag für 58,8 Prozent der KlöCo-Aktien angenommen worden, teilte das Düsseldorfer Unternehmen am Freitag mit. Worthington Steel hatte die Mindest-Annahmequote, die Bedingung für die Übernahme war, vor zwei Wochen auf 57,5 von 65 Prozent gesenkt. Die Amerikaner wollen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit KlöCo schliessen, der ihnen Zugriff auf die Kasse des Unternehmens ermöglicht. Die offizielle Ankündigung sei am Freitag eingegangen.
Für einen solchen Vertrag, der ein weiteres Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre nach sich zieht, ist eine Mehrheit von 75 Prozent auf der Hauptversammlung nötig. Da dort meistens bei weitem nicht alle Aktionäre vertreten sind, dürfte der Anteil, den Worthington eingesammelt hat, dort reichen. An die erste Annahmefrist schliesst sich zudem eine weitere Zwei-Wochen-Frist an, in der die Amerikaner weitere Anteile einsammeln können. Viele Indexfonds etwa können erst verkaufen, wenn der Abschied aus dem jeweiligen Index - in diesem Fall dem SDax - absehbar ist.

