Die US-Notenbank Federal Reserve kann es laut einem führenden Währungshüter nach den jüngsten Konjunkturdaten beim nächsten Zinsentscheid ruhig angehen lassen. Diese Zahlen erlaubten es der Zentralbank, vorsichtig zu agieren, sagte Fed-Direktor Christopher Waller am Dienstag dem Sender CNBC. «Es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass wir bald etwas unternehmen müssen», fügte er hinzu und deutete damit indirekt eine Zinspause für die Sitzung am 20. September an. Es sehe danach aus, dass die US-Wirtschaft eine sanfte Landung hinlegen werde - also eine Rezession vermeiden könne, fügte Waller hinzu.

Der Arbeitsmarkt beginne sich abzukühlen. Wenn auch die Inflation weiter zurückgehe, sei es um die Konjunkturlage recht gut bestellt. Doch werde die Notenbank ihre Zinsentscheidung von der Datenlage abhängig machen. Die Datenbasis sei aber noch nicht ausreichend, um sagen zu können, ob der Zinsgipfel letztlich schon erreicht sei oder nicht.

Die Fed hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent erhöht, um die starke Inflation zu dämpfen und den heiss gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen. Die zuletzt gestiegene Arbeitslosenquote und der abebbende Boom am Jobmarkt bieten der Fed nach Einschätzung von Experten Spielraum für eine Zinspause. 

(Reuters)