Die US-Wirtschaft ist schlechter ins Jahr gestartet als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März auf das gesamte Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Es korrigierte damit seine frühere Schätzung von Ende April von 2,0 Prozent nach unten. Begründet wurde dies mit geringer als zuvor angenommenen Investitionen und privaten Konsumausgaben. Im vorangegangenen Quartal hatte es sogar nur ein Plus von 0,5 Prozent gegeben - auch wegen des Haushaltsstreits, der die Regierungsgeschäfte im Herbst für 43 Tage weitgehend zum Erliegen gebracht hatte.
Die Kauflaune der Amerikaner wird derzeit von der gestiegenen Inflation infolge des seit fast drei Monaten währenden Iran-Kriegs gedämpft. Die privaten Konsumausgaben legten im April um 0,5 Prozent zum Vormonat zu. Ökonomen hatten mit einem Anstieg in dieser Höhe gerechnet.
Die US-Industrie hat im April überraschend weniger Aufträge für wichtige Investitionsgüter erhalten. Die Bestellungen für Investitionsgüter ohne Verteidigungs- und Flugzeugtechnik sanken um 1,1 Prozent, wie das Handelsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Anstieg von 0,4 Prozent gerechnet. In den Vormonaten hatte es noch kräftige Zuwächse gegeben - allein im März betrug das Plus nach revidierten Daten 3,9 Prozent.
(Reuters)

