Die USA werden im kommenden Monat Dutzende Aussenminister aus verbündeten Ländern zusammenbringen, um eine Vereinbarung voranzutreiben, die helfen soll, die Abhängigkeit von chinesischen kritischen Mineralien zu verringern.
Das Treffen, das nach Angaben mit der Sache vertrauter Personen für den 4. Februar angesetzt ist, soll sich auf die Diversifizierung und Stärkung der Lieferketten für kritische Mineralien konzentrieren. Gastgeber wird voraussichtlich Aussenminister Marco Rubio sein.
Die Beendigung der US-Abhängigkeit von diesen Rohstoffen steht seit dem vergangenen Jahr ganz oben auf der Agenda Washingtons, nachdem Peking Exportbeschränkungen für so genannte Seltene Erden verhängt hatte. Geplante, noch strengere Massnahmen wurden Ende Oktober im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping um ein Jahr aufgeschoben. US-Vertreter seien nun jedoch entschlossen, rasch Fortschritte zu erzielen, sagten europäische Diplomaten.
In diesem Zusammenhang drängen die USA einige Mitgliedstaaten der Europäischen Union, bilaterale Absichtserklärungen zu unterzeichnen. Die Europäische Kommission habe die EU-Staaten daraufhin aufgefordert, geschlossen aufzutreten und eine einheitliche Linie zu vertreten, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Eine Anfrage an das US-Aussenministerium blieb zunächst unbeantwortet.
Die bisherigen Gespräche seien schwierig verlaufen, fügten die Personen hinzu. Einige Länder seien unsicher, wer in der US-Regierung der zentrale Ansprechpartner für die Politik zu kritischen Mineralien sei, da sowohl Rubio als auch Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer Rollen in den Verhandlungen übernommen hätten.
«Es ist kein Geheimnis, dass wir widerstandsfähigere Lieferketten für kritische Mineralien brauchen», sagte Greer in einer Mitteilung seines Büros vom Mittwoch und fügte hinzu, Ziel sei es, «einen wirtschaftlich tragfähigen Markt für kritische Mineralien zu schaffen», indem man mit Partnerländern zusammenarbeite. Bessent erörterte die Angelegenheit am Montag in Washington mit den Finanzministern einiger verbündeter Länder.
Ursprünglich habe die US-Regierung geplant, die Verhandlungen mit europäischen Ländern bis zum 22. Januar abzuschliessen. Nach Einschätzung der mit der Sache vertrauten Personen sei dies jedoch unwahrscheinlich.
(Bloomberg/cash)
