Die Vertretung in Jerusalem erlaubte am Freitag die Abreise von Mitarbeitern, die nicht für den Notbetrieb benötigt werden, sowie deren Familienangehörigen. Der Schritt blieb hinter der für den Libanon angeordneten Evakuierung zurück.
Einem Bericht der Zeitung «New York Times» zufolge drängte US-Botschafter Mike Huckabee in einer E-Mail an die Belegschaft zur Eile: Wer ausreisen wolle, «sollte dies heute tun». Es gebe «keinen Grund zur Panik», doch sollten Vorbereitungen für eine baldige Abreise getroffen werden. Eine Stellungnahme zu dem Bericht lehnte die Botschaft ab.
Washington und Teheran verhandeln gegenwärtig über das iranische Atomprogramm. Die jüngste Gesprächsrunde war am Donnerstag ohne Durchbruch zu Ende gegangen.
Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten zuletzt verstärkt, während Teheran für den Fall eines Angriffs mit Vergeltungsschlägen gegen US-Stützpunkte droht. Eine Eskalation könnte auch Israel hineinziehen, das im Juni eine zwölftägige Luftoffensive gegen den Iran führte, an der sich schliesslich auch Washington beteiligte.
Mehrere andere Staaten haben bereits damit begonnen, Angehörige von Diplomaten aus der Region abzuziehen oder Reisewarnungen für den Iran auszusprechen.
(Reuters)

