So solle Druck auf die Führung in Teheran ‌ausgeübt werden, ⁠damit sie die für die Schifffahrt und vor allem Ölexporte der Golf-Staaten wichtige Strasse von Hormus wieder öffnet. Axios stützt sich nach eigenen Angaben auf vier Insider, ⁠die mit den entsprechenden Plänen vertraut sind. 

Nach Einschätzungen werden etwa 90 Prozent der iranischen Erdölausfuhren über die Insel Charg abgewickelt. 

China ruft alle am Golf-Konflikt beteiligten Parteien auf, eine stabile und ungehinderte Ölversorgung zu gewährleisten. Der Sprecher des Aussenministeriums, Lin Jian, nennt jedoch keine Länder. Er äussert sich nach einer Erklärung von US-Finanzminister Scott Bessent, der am Donnerstag gesagt hat, die USA ​könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben, um die Ölpreise niedrig zu halten.

Die Ölraffinerie im israelischen Haifa ist derweil nach dem iranischen Raketenangriff vom Donnerstag beschädigt und wird nach Konzernangaben erst in einigen Tagen ihren Betrieb wiederaufnehmen. Die beschädigte Infrastruktur sei Eigentum eines Dritten, teilt der Raffinerie- und Petrochemiekonzern Oil Refineries mit. Die externe Infrastruktur sei für den Betrieb der Raffinerie unerlässlich sei.

Auch die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen ‌worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC. Verletzte wurden demnach zunächst nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

(Reuters)