Die US-Regierung erwägt einem Dokument zufolge neue Hürden für den Export von Hochleistungschips für Künstliche Intelligenz (KI). Demnach könnten ausländische Staaten verpflichtet werden, in US-Rechenzentren zu investieren oder Sicherheitsgarantien abzugeben, um grosse Mengen der Halbleiter zu erhalten, wie aus dem Papier hervorging, in das die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt.
Auch für kleinere Lieferungen von weniger als 1000 Stück könnte eine Lizenz erforderlich werden. Um Ausnahmen von der Lizenzpflicht zu erhalten, müssten Hersteller wie Nvidia oder AMD die Nutzung der Chips überwachen. Zudem müssten die Empfänger eine Software einsetzen, die verhindert, dass die Prozessoren zu grösseren «Clustern» zusammengeschaltet werden.
Die Pläne sind noch nicht endgültig. Es wäre der erste Versuch, die Ausfuhr von KI-Chips an Verbündete neu zu regeln, seit US-Präsident Donald Trump die Vorschriften seines Vorgängers aufgehoben hatte. Das Weisse Haus, das Handelsministerium sowie die betroffenen Unternehmen nahmen zunächst nicht Stellung.
(Reuters)

