Das US-Militär hat neue Angriffe im Iran geflogen, nur Stunden nachdem Präsident Donald Trump einen iranischen Bericht ‌über ⁠eine Einigung zur Wiederherstellung des Schiffsverkehrs in der Strasse ⁠von Hormus zurückgewiesen hatte. Ziel der Angriffe sei ein Militärgelände gewesen, von ‌dem eine Bedrohung für US-Streitkräfte und den ‌kommerziellen Schiffsverkehr ausgegangen sei, sagte ​ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Das Militär habe zudem mehrere bedrohliche iranische Drohnen abgefangen und abgeschossen. «Die Massnahmen waren massvoll, rein defensiv und dazu bestimmt, den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten», sagte der Vertreter, ‌der namentlich nicht genannt werden wollte. Iranische Medien hatten berichtet, dass in der Nacht zum Donnerstag östlich der Hafenstadt Bandar Abbas drei ​Explosionen zu hören gewesen seien.

Zuvor hatte US-Präsident Donald ​Trump bei einer Kabinettssitzung einen Bericht ​des iranischen Staatsfernsehens zurückgewiesen. Der Sender berichtete, es gebe einen inoffiziellen Abkommensentwurf zur ‌Wiederherstellung des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus auf Vorkriegsniveau. Iran und Oman sollten demnach den Verkehr gemeinsam regeln. «Niemand wird ​die ​Meerenge kontrollieren», sagte Trump ⁠dazu. «Es sind internationale Gewässer, und Oman wird ​sich wie jeder andere ⁠verhalten, oder wir müssen sie in die Luft jagen. ‌Sie verstehen das, es wird ihnen gut gehen.» Das Weisse Haus und die Botschaft Omans in Washington ‌reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

(Reuters)