Die Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Person gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zum 15-Punkte-Plan der USA reihen sich in entsprechende Medienberichte der «New York Times» und des israelischen Senders Channel 12 ein, die sich ebenfalls auf Insider beriefen. Demnach ist der Vorschlag von Pakistan an den Iran weitergegeben worden. Laut Channel 12 wird etwa verlangt, die Atomanlagen Natans, Isfahan und Fordow ausser Betrieb zu setzen. Zudem müsse in der Strasse von Hormus ein freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Auf iranischem Boden dürfe kein Uran angereichert werden. Die USA schlagen demnach eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen.
Stellungnahmen der beiden Staaten lagen zunächst nicht vor. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, man spreche mit den «richtigen Leuten» im Iran. Es gebe nun eine neue Führung in der Islamischen Republik, sagte er weiter, ohne konkreter zu werden. Die Iraner wollten unbedingt eine Einigung erzielen. Das iranische Aussenministerium und der einflussreiche Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf haben frühere Aussagen Trumps dementiert, dass man seit Sonntag mit den USA verhandele.
Details zu den mutmasslichen Verhandlungen nannte Trump nicht. Er liess auch offen, ob die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in dieser Woche an Gesprächen teilnehmen werden. Pakistan hatte sich bereit erklärt, als Gastgeber für mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu fungieren. Die USA und Israel hatten den Iran am 28. Februar angegriffen. Durch den Krieg ist die Durchfahrt durch die Strasse von Hormus zum grössten Teil zum Erliegen gekommen. Durch die Meerenge wurden vor dem Krieg etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls sowie zahlreiche andere Güter wie Dünger transportiert.

