⁠Beide Staaten sowie der Vermittler Pakistan meldeten am Samstag Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung ⁠des Konflikts. US-Aussenminister Marco Rubio sagte bei einem Besuch in Neu-Delhi, es werde weiterhin an einer Lösung ‌gearbeitet. Möglicherweise werde sich die US-Regierung bereits in den kommenden ‌Tagen dazu äussern.

Auch der Sprecher ​des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, sprach von einer Annäherung. Es gebe jedoch noch offene Punkte, die in den nächsten drei oder vier Tagen über Vermittler geklärt werden müssten. Zuvor hatte der pakistanische Armeechef Asim Munir bei einem Besuch in Teheran mit der iranischen ‌Führung über eine Absichtserklärung beraten.

Die pakistanischen Vermittlungsbemühungen zielen darauf ab, die Differenzen zwischen Washington und Teheran zu überwinden. Der Krieg hat dazu geführt, dass die strategisch wichtige Strasse von Hormus ​trotz einer fragilen Feuerpause für die meisten Schiffe gesperrt ist, ​was die globalen Energiemärkte massiv beeinträchtigt. Rubio bekräftigte die ​Forderungen von US-Präsident Donald Trump: Der Iran dürfe niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen, müsse sein ‌angereichertes Uran übergeben und die Meerenge ohne Mautgebühren offenhalten.

Für Teheran hat nach Angaben des Aussenministeriums hingegen ein Ende der US-Angriffsdrohungen sowie des Konflikts im Libanon Priorität. Der iranische Chefunterhändler ​Mohammad ​Bagher Ghalibaf warnte, sollten die USA den ⁠Krieg fortsetzen, werde die Reaktion härter ausfallen als zu ​Beginn des Konflikts.

Die Auswirkungen ⁠des Krieges auf die Energiepreise setzen Trump innenpolitisch unter Druck. Der US-Präsident sagte ‌am Freitag seine Teilnahme an der Hochzeit seines Sohnes ab und kündigte an, wegen der Entwicklungen rund um den Iran in Washington zu bleiben. ‌

Trotz des wochenlangen Konflikts verfügt der Iran weiterhin über sein ​fast waffenfähiges Uran sowie über Raketen und Drohnen. Zudem wird die Islamische Republik von verbündeten Milizen unterstützt.

(Reuters)