Die US-Kommunikationsaufsicht FCC teilte am Dienstag ‌mit, ⁠das Einfuhrverbot solle die heimische Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) vor nationalen Sicherheitsrisiken wie Datendiebstahl und ⁠Cyberangriffen schützen. Zudem solle die Produktion von Schlüsseltechnologien in die USA zurückgeholt werden. Die betroffenen Geräte könnten ‌Schwachstellen in der Lieferkette verursachen, die die wirtschaftliche und ‌nationale Sicherheit der USA gefährden, hiess es ​in der Erklärung der Behörde. Die Regelung trat mit ihrer Veröffentlichung in Kraft und gilt für Modelle, die noch nicht auf dem Markt sind. Die chinesische Botschaft in Washington reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Humanoide Roboter, die mit ‌KI-gesteuerten Systemen ausgestattet sind, stehen Experten zufolge vor einer breiten Einführung in der Industrie und bei Verbrauchern. Das Verbot dürfte insbesondere den chinesischen Hersteller Unitree treffen, der laut dem Marktforscher ​Counterpoint Research knapp ein Fünftel des Weltmarktes beherrscht. Das Unternehmen, ​das kürzlich eine Partnerschaft mit dem US-Chipkonzern Nvidia eingegangen ​ist, wurde unlängst vom US-Verteidigungsministerium auf eine Liste mutmasslich vom chinesischen Militär unterstützter Firmen gesetzt. Bei Wechselrichtern, die ‌für die Anbindung von erneuerbaren Energien und Rechenzentren an das Stromnetz unerlässlich sind, ist China der weltweit grösste Produzent. Führend sind hier Unternehmen wie Sungrow Power Supply und ​Huawei.

Die US-Behörden ​wollen mit dem Schritt eine ⁠ähnliche Abhängigkeit wie bei Seltenen Erden vermeiden, die Peking ​in der Vergangenheit als geopolitisches ⁠Druckmittel eingesetzt hat. Zudem warnen Sicherheitsexperten vor Spionage und Sabotage. Roboter könnten Daten sammeln, ‌um Amerikaner zu überwachen, oder aus der Ferne gekapert werden, erklärte die FCC. Bei Wechselrichtern befürchtet die Regierung Hackerangriffe auf die kritische Infrastruktur, ‌ähnlich der 2023 aufgedeckten Kampagne «Volt Typhoon». Insidern zufolge dürfte ​die FCC viele nicht-chinesische Zulieferer von den Beschränkungen ausnehmen. Weder Unitree, Sungrow noch Huawei waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen.

(Reuters)