Eine Lockerungs der Sanktionen gegen Venezuela erwähnten vier mit den Vorbereitungen vertraute Personen am Dienstag. Damit würde die Regierung in Washington von ihrem bisherigen Plan abrücken, einzelnen Unternehmen Ausnahmegenehmigungen ​zu erteilen. Die hohe Zahl an Einzelanträgen ‌habe die Pläne für eine ‌rasche Ausweitung der Exporte und Investitionen verzögert, hiess es weiter. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anfang des Monats hatten die USA eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht gestellt. ⁠Dies soll ein Öl-Lieferabkommen im Wert von zwei Milliarden Dollar sowie einen Wiederaufbauplan für die Ölindustrie des Landes im Umfang von ​100 Milliarden Dollar ermöglichen.

Die USA hatten 2019 nach ‌der von Washington nicht anerkannten Wiederwahl ‍Maduros Sanktionen gegen die gesamte venezolanische Energiewirtschaft verhängt. Unter dem früheren US-Präsidenten Joe ​Biden waren viele Unternehmen durch eine weitgefasste Lizenz von den Sanktionen ausgenommen, was die Ölförderung und die Exporte des Opec-Mitglieds ankurbelte. ‌Die Regierung von Präsident Donald Trump widerrief ⁠diese Genehmigung jedoch und ordnete im ‌Dezember eine Blockade aller sanktionierten Schiffe an. Zahlreiche Partner des staatlichen Ölkonzerns PDVSA, darunter ‍Chevron, Repsol und Eni, hatten zuletzt Einzellizenzen beantragt. Zudem wird erwartet, dass das Parlament in Caracas in Kürze ​eine Reform des Ölgesetzes verabschiedet, die Investitionen erleichtern ‍soll.

(Reuters)