Die Valoren des Liftbauers Schindler fallen am Mittwoch um 7 Prozent. Kaum ein Titel des Schweizer Marktes büsst so viel an Boden ein wie jene des Rolltreppen- und Liftbauers.

Dessen Zahlen zum Jahr 2025 enttäuschen die Anleger. Auch Analysten werten das Jahresergebnis ein: Das Unternehmen habe bei seinen Auftragszahlen die Erwartungen leicht verfehlt, kommentieren sie unisono. Grund dafür sei der schwache Markt in China, wo die Aufträge um gut ein Drittel geschrumpft seien, kommentierte der zuständige Jefferies-Analyst. Dafür habe sich das Modernisierungs- und Servicegeschäft aufgehellt, befand der Vontobel-Analyst.

Der Umsatz sei derweil im Rahmen der Konsensprognosen ausgefallen, erklärte JPMorgan. Dafür habe Schindler operativ Fortschritte gemacht. Der bereinigte EBIT habe die Erwartungen leicht übertroffen, hiess es. Effizienzsteigerungen, bessere Absatzpreise und Mixeffekte wirkten dabei positiv, befand die ZKB. Die Margensteigerung sei eindrücklich.

Zudem habe es eine Normalisierung der Lieferkette und strukturelle Kostenanpassungen gegeben, hiess es bei Vontobel. Diese Fortschritte zeigten die Fähigkeit des Unternehmens, operative Gewinne in nachhaltige Rentabilität umzuwandeln.

Beim Ausblick gehen die Meinungen auseinander. Während die Bernstein-Analysten die Guidance für 2026 als unter den Erwartungen betiteln, sprechen andere Analysten von einem Ausblick im Rahmen des Konsens.

Weniger Umsatz, höherer Gewinn

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im vergangenen Jahr zwar etwas weniger umgesetzt und Aufträge hereingeholt, aber deutlich mehr verdient. Im neuen Jahr will Schindler moderat weiter wachsen und noch profitabler werden.

Insgesamt gab der Umsatz um 2,6 Prozent auf 10,95 Milliarden Franken nach, wie der Innerschweizer Konzern am Mittwoch bekannt gab. Dabei schlug erneut der starke Franken aufs Ergebnis. Fremdwährungseffekte kosteten 431 Millionen Franken Umsatz. In Lokalwährungen wäre der Umsatz um 1,3 Prozent gewachsen.

Der bereinigte Betriebsgewinn EBIT stieg dagegen um 8,2 Prozent auf 1,45 Milliarden Franken. Die operative Marge verbesserte sich auf 13,3 Prozent von 12,0 Prozent im Vorjahr. In den Zahlen sind gewisse Posten wie Restrukturierungskosten in Höhe von 54 Millionen und Aufwendungen für das Programm Building Minds von 16 Millionen Franken nicht enthalten.

Berücksichtigt man diese, stieg der EBIT um 9,3 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken. Unter dem Strich kletterte der Reingewinn um 6,2 Prozent auf 1,07 Milliarden Franken.

Erwartungen leicht verfehlt

Die Grundlage für künftige Ergebnisse ist leicht geschrumpft. Der Auftragseingang sank um 0,9 Prozent auf 11,31 Milliarden Franken.

Mit den Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten beim bereinigten EBIT leicht übertroffen, sonst aber knapp verfehlt.

Im neuen Geschäftsjahr 2026 erwartet Schindler ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen. Die EBIT-Marge soll 13 Prozent erreichen.