Die auf US-Wohnimmobilien spezialisierte Varia US Properties hat im vergangenen Geschäftsjahr 2025 erneut rote Zahlen geschrieben. Eine Dividende gibt es weiterhin nicht. Für das laufende Geschäftsjahr sieht das Unternehmen gute Chancen für Wachstum, sucht aber gleichzeitig einen strategischen Partner.
2025 resultierte ein wieder höherer Verlust von 31,8 Millionen Dollar nach einem Verlust von 17,5 Millionen im Vorjahr, wie die auf US-Mehrfamilienhäuser für mittlere bis untere Einkommen fokussierte Immobiliengesellschaft am Dienstag mitteilte. 2023 hatte der Verlust noch happige 139 Millionen betragen. Der Immobiliensektor befinde sich in einer herausfordernden Phase, so das Unternehmen.
Operativ lief es nicht wirklich besser. Die Mieteinnahmen insgesamt sanken um 9,4 Prozent auf 98,3 Millionen Dollar, «like for like» stiegen sie indes um 3,1 Prozent auf 91,5 Millionen Dollar. Die Vermietungsquote fiel leicht auf 93,2 Prozent (VJ 93,7 Prozent). Das operative Ergebnis (FFO) fiel um 11,0 Prozent auf 9,7 Millionen Dollar. Dies schliesse allerdings Wechselkursgewinne, Darlehensrückzahlungen und Versicherungserlöse aus. Es resultierte ein Betriebsgewinn (inkl. Neubewertungen) von nur noch 4,2 Millionen nach 13,5 Millionen Dollar im Vorjahr.
Das Portfolio wurde zur Reduzierung von Standort- und Altersrisiken weiter verkleinert, fünf Objekte wurden veräussert. Der Wert des Portfolios per Ende 2025 sank auf rund 1,05 Milliarden Dollar verglichen mit 1,19 Milliarden per Ende 2024. Zum Stichtag bestand das Portfolio aus 22 Immobilien.
Suche nach strategischem Partner
Zu den weiteren Aussichten äussert sich Varia US insgesamt zuversichtlich. Während sich der Markt neu ausrichte, gebe es in den kommenden Quartalen substanzielle Chancen. Die Portfolioausrichtung solle weiter vorangetrieben werden und dazu sollen ältere und kapitalintensive Einheiten verkauft werden. Die Erlöse sollen sowohl zur Schuldenreduktion genutzt werden als auch für strategische Investitionen.
Um künftig wieder zu «diszipliniertem Wachstum» zurückzukehren, sucht Varia US einen strategischen Joint-Venture-Partner. Dieser soll bei der Rekapitalisierung des bestehenden Portfolios unterstützen sowie «erhebliches zusätzliches Wachstumskapital» bereit stellen.
(AWP)

