Der Vakuumventil-Hersteller meldete neben tieferen Umsätzen zwar auch einen deutlich tieferen Auftragseingang und sinkende Margen. Der Analystentenor geht aber von bald deutlich besseren Aussichten aus.

Die Aktien von VAT stehen mit einem Plus von 3,7 Prozent auf 365,40 Franken weit oben im Tableau. Dies nachdem die Titel im vorbörslichen Markt noch klar tiefer standen. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht derweil 0,16 Prozent höher.

Die Stärke des Auftrags- und Margeneinbruchs mag manche Investoren überrascht haben. Es gebe aber Gründe zur Annahme, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei, lautet der Analystentenor.

So meint etwa die ZKB, dass die vorläufigen Zahlen wohl ein "gemischtes Bild auf erwartungsgemäss tiefem Niveau" zeigen, dieses aber sogar "etwas besser als erwartet" ausgefallen sei. Dennoch leiten die Experten der Kantonalbank aus den Zahlen noch keine "Trendwende im Wachstum" ab.

Die UBS ordnet die Entwicklung des Auftragseingangs zudem so ein, dass die Auftragsstornierungen und Projektverschiebungen tendenziell abnähmen, was ein "guter Indikator" dafür sei, dass die Talsohle durchschritten sein könnte. Die Grossbank sieht indes immer noch ein "gewisses Abwärtsrisiko" für den Konsens.

Auch bei Vontobel ist man der Ansicht, dass der zyklische Abschwung in der Halbleiterindustrie die Talsohle erreicht hat und VAT beim in zwei Wochen anstehenden Update eine Verbesserung des Trends aufzeigen kann.

Diese "grünen Triebe der Erholung", wie es bei Berenberg heisst, stützen auch dort die Annahme, dass der Auftragseingang bereits im ersten Quartal seinen Tiefpunkt erreicht hatte und die Erholung des Halbleitermarktes früher als von vielen Investoren erwartet eintrete.

(AWP)