Zu konstanten Währungen hätte das Umsatzplus bei 8,1 Prozent gelegen, heisst es weiter. Im gesamten ersten Halbjahr sank der Umsatz sogar um 8,1 Prozent auf 511,9 Millionen.
Kräftig nach oben ging es wie bereits im ersten Jahresviertel bei den Auftragseingängen. Hier erzielte VAT ein Verdoppelung auf glatt 500 Millionen Franken und übertraf damit die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) deutlich.
Bei der Profitabilität hinkt VAT indes der starken Auftragsentwicklung noch hinterher. So lag der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA im ersten Halbjahr um 10,2 Prozent tiefer bei 148,2 Millionen Franken. Die entsprechende Marge ging leicht um 0,6 Prozentpunkte auf 29,0 Prozent zurück. Insbesondere höhere Personalkosten durch den laufenden Kapazitätsausbau waren dafür verantwortlich.
Unter dem Strich steht nach sechs Monaten ein um 6,4 Prozent tieferer Reingewinn von 98,8 Millionen Franken. Damit blieb VAT bei den Ergebniskennziffern etwas hinter den Schätzungen der Analysten zurück.
Ausblick bestätigt
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management weiterhin den Auftragseingang, Umsatz, EBITDA und die -Marge sowie Reingewinn und freier Cashflow über dem Niveau des Vorjahres. Der Ausbau modernster Halbleiterfabriken dürfte sich fortsetzen, die Investitionen in China blieben hoch, heisst es zudem.
Für das dritte Quartal prognostiziert das VAT-Management einen Umsatz zu konstanten Wechselkursen von 355 bis 385 Millionen Franken. Bis Ende des Jahres will VAT seine Quartals-Umsatzkapazität auf über 450 Millionen Franken ausbauen.
Da die Erwartungen für den WFE-Markt deutlich gestiegen seien, werde zudem der Umsatzausblick für 2027 von derzeit 1,5 bis 1,7 Milliarden Franken überprüft.
Akquisition in Japan
VAT übernimmt zudem den japanischen Sensorikspezialisten Atonarp. Der Halbleiter-Zulieferer zahlt dafür rund 110 Millionen Franken in bar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Atonarp entwickelt miniaturisierte, massenspektrometriebasierte Sensoren zur Echtzeit-Überwachung von Halbleiter- und Industrieprozessen.
Mit der Übernahme will VAT sein Angebot für die Prozesskontrolle in der Chipfertigung unterhalb von 2 Nanometern ausbauen. Finanziert wird die Transaktion über ein neues bilaterales Darlehen von 110 Millionen Franken. Der Abschluss ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen. Atonarp soll vorerst als separates und unabhängiges Unternehmen weitergeführt werden.
(AWP)

