Nach dem Anschlag auf einen hochrangigen russischen General ist ein Verdächtiger von Dubai nach Moskau ausgeliefert worden. Dem gebürtigen Ukrainer mit russischem Pass werde vorgeworfen, den stellvertretenden Leiter des Militärgeheimdienstes GRU, Wladimir Alexejew, lebensgefährlich verletzt zu haben, teilten die russischen Sicherheitsbehörden am Sonntag mit. Russlands Präsident Wladimir Putin bedankte sich bei seinem Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Mohammed bin Sajed Al Nahjan, für die Unterstützung bei der Festnahme.
Der Inlandsgeheimdienst FSB wirft dem Mann vor, im Auftrag des ukrainischen Geheimdienstes gehandelt zu haben. Die Regierung in Kiew wies eine Beteiligung zurück. Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha erklärte, womöglich handele es sich um interne russische Machtkämpfe.
Alexejew war den Ermittlern zufolge am Freitag in einem Wohnhaus im Norden Moskaus mit drei Schüssen aus einer schallgedämpften Pistole niedergestreckt worden. Er musste notoperiert werden. Neben dem in Dubai gefassten Hauptverdächtigen identifizierte der FSB zwei mutmassliche Komplizen. Ein Mann sei in Moskau festgenommen worden, einer Frau sei die Flucht in die Ukraine gelungen. Alle seien russische Staatsbürger.
Der Anschlag zeigt die Verwundbarkeit der russischen Militärführung fernab der Front. Seit Dezember 2024 wurden bereits drei weitere Offiziere im Rang Alexejews in oder bei Moskau getötet. Der ukrainische Militärgeheimdienst hat seit Kriegsbeginn im Jahr 2022 die Verantwortung für die Ermordung mehrerer hochrangiger russischer Offiziere übernommen, von denen einige auf einer öffentlichen Liste der Feinde der Ukraine aufgeführt sind.
(Reuters)

