Vermögensverwalter - Partners Group über 100 Milliarden-Marke bei verwalteten Vermögen

Die Partners Group hat bei den verwalteten Vermögen 2020 die 100 Milliarden-Dollar-Schwelle übersprungen.
14.01.2021 18:13
Der Hauptsitz von Partners Group in Baar.
Der Hauptsitz von Partners Group in Baar.
Bild: ZVG

Dem auf Privatmarkt-Anlagen spezialisierten Vermögensverwalter Partners Group flossen im vergangenen Jahr von seinen Kunden zwar etwas weniger Zahlungszusagen als im Vorjahr zu, trotzdem hat er 2020 die 100 Milliarden-Dollar-Schwelle übersprungen.

Die Kundennachfragen erreichten 2020 konkret 16,0 Milliarden US-Dollar - nach 16,5 Milliarden im Vorjahr, wie die Partners Group am Donnerstagabend mitteilte. Die verwalteten Vermögen der Gesellschaft erreichten damit 109,1 Milliarden nach 96,3 Milliarden Ende Juni.

Über den Erwartungen

Sie lagen somit nicht nur deutlich über der Marke von 100 Milliarden, sondern auch über den Erwartungen der Analysten. Diese hatten vorab nämlich leicht tiefere Werte geschätzt.

Partners Group investierte 2020 für seine hauptsächlich institutionellen Kunden wegen Covid-19 ausserdem nur noch 8,6 Milliarden US-Dollar nach 14,8 Milliarden im Jahr zuvor. Konkret flossen einerseits 5,7 Mrd in Direkttransaktionen, andererseits wurden insgesamt 2,8 Milliarden (33 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens) in diversifizierte Portfolioanlagen investiert.

Die von der Pandemie ausgelösten Marktverwerfungen hätten die Investitionsaktivitäten im abgelaufenen Jahr verlangsamt, hiess es im Communiqué.

Schwankungen ausgesetzt

Und das Investmentportfolio sei primär im ersten Halbjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie Schwankungen ausgesetzt gewesen. Dank der erfolgreichen Umsetzung der Investitionsstrategie habe man aber bereits in diesem Zeitraum "Stabilität" erreicht, hiess es. Dies habe dann im zweiten Halbjahr "eine rasche Rückkehr zum Wachstum erleichtert", schrieb die Gruppe.

Für das angelaufene Geschäftsjahr 2021 rechnet die Gruppe mit einem weiteren Neugeldzufluss und geht von Kapitalzusagen von 16 bis 20 Milliarden Dollar aus. Zudem kalkuliert es mit Tail-Down-Effekten in Höhe von Minus 9,5 Milliarden Dollar. Wenn ein Privatmarktprogramm ausläuft, sinken die verwalteten Vermögen schrittweise, was als Tail-Down-Effekt bezeichnet wird.

(AWP)