Der Vermögensverwalter EFG International ist 2025 kräftig gewachsen. Das Schweizer Institut sammelte im vergangenen Jahr bei reichen Privatkunden netto insgesamt 11,3 Milliarden Franken an neuem Geld ein, wie EFG am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 6,8 Prozent und liegt leicht über der angestrebten Bandbreite von vier bis sechs Prozent. Rivale Julius Bär hatte Anfang des Monats ein Plus von 2,9 Prozent gemeldet. In Lateinamerika und Asien wuchs EFG besonders stark. Zum Ende des Jahres verwaltete das Geldhaus insgesamt 185 Milliarden Franken, zwölf Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Gleichzeitig stieg das Nettoergebnis getragen von höheren Gebührenerträgen auf den Rekordwert von 325,2 (Vorjahr 321,6) Millionen Franken. Einer Vergleichszahlung von einem taiwanischen Versicherer von 45,4 Millionen Franken stand eine Rechtsrückstellung für eine Altlast von 59,5 Millionen gegenüber. Die Eigenkapitalrendite erreichte 18,2 Prozent. Bis 2028 peilt das Institut eine Eigenkapitalrendite von 20 Prozent an.
EFG verzeichnete einen starken Start ins Jahr 2026 mit einer hohen Kundenaktivität. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit makroökonomischem Gegenwind, unter anderem aufgrund der Auswirkungen des niedrigeren Dollar-Wechselkurses und der niedrigeren Zinsen für die wichtigsten Währungen. Dies könnte sich auf das Wachstum der in Franken denominierten Erträge auswirken, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, hiess es in der Mitteilung weiter.
(Reuters)

