Zum ⁠Marktstart würden ausgewählte Fahrzeuge der Marke Volkswagen sowie Modelle der Marke ⁠Jetta aus chinesischer Produktion angeboten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Erstmals werde ein ‌Exportmarkt ganz von China aus gesteuert. In ‌einem ersten Schritt werde ein Händlernetz ​aufgebaut, noch in diesem Jahr solle eine Endmontage mit dem Partner Alyans Auto in der usbekischen Hauptstadt Taschkent aufgebaut werden.

Usbekistan gehört nach Unternehmensangaben zu den am stärksten wachsenden Fahrzeugmärkten Zentralasiens. Der Eintritt in ‌weitere Märkte insbesondere in Südostasien, im Mittleren Osten, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion sowie in ausgewählten afrikanischen Staaten werde derzeit geprüft, teilte Volkswagen weiter. ​Ziel sei es, die internationale Präsenz von Volkswagen nachhaltig ​auszubauen.

Europas grösster Autobauer will China ​zur Export-Drehscheibe ausbauen. Dabei gehe es vor allem um Ausfuhren in die Länder, die ‌von Europa aus nicht wirtschaftlich bedient werden könnten, neben Usbekistan etwa Thailand oder Vietnam, sagte der für das China-Geschäft zuständige Vorstand Ralf Brandstätter. ​Bis ​2030 sollten 250.000 Fahrzeuge jährlich aus ⁠China ausgeführt werden.

Das Unternehmen reagiert damit ​auch auf die ⁠Flaute auf dem chinesischen Markt. Volkswagen war jahrzehntelang der dominierende Autobauer in ‌China, wurde jedoch wie andere westliche Hersteller auch vom Aufstieg der heimischen Konkurrenz bei Elektroautos kalt erwischt. Um die ‌Kosten in den Griff zu bekommen, hat Volkswagen ​seine Produktionskapazitäten in China um 1,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr reduziert.

(Reuters)