Die Wintertests der ersten Fahrzeuge ‌mit ⁠der Software des Projekts seien erfolgreich abgeschlossen worden, teilte Volkswagen am Freitag mit. «Wir ⁠beschleunigen in Richtung Zukunft», sagte VW-Chef Oliver Blume. Damit dürfte der Weg für die Auszahlung der ‌nächsten Tranche frei sein. Ein Sprecher sagte, zu Details ‌der Transaktion äussere sich das ​Unternehmen derzeit nicht. «Das tun wir dann mit Ausübung.»

Volkswagen hatte sich im Sommer 2024 mit Rivian verbündet, um sich Zugriff auf Auto-Software der nächsten Generation zu sichern. Dafür nehmen die Wolfsburger 5,8 Milliarden Dollar in die Hand. Für die ‌Auszahlung dieser Summe wurden mehrere Meilensteine vereinbart, zu denen auch die Wintertests gehören. In den vergangenen Monaten wurden mehrere Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi und Scout mit ​der Rivian-Technologie ausgestattet und in Arizona sowie in Nordschweden auf ​Herz und Nieren geprüft. Darunter war auch ​ein Fahrzeug mit der Technologie des Kleinwagens ID.Every1, der als erstes Auto der Marke Volkswagen die ‌Rivian-Software beinhalten wird und das ab kommendem Jahr in Portugal vom Band laufen soll.

Die Wolfsburger gehen mit dem Projekt den Weg zum «Software Defined Vehicle». Derartige ​Fahrzeuge kommen ​mit wenigen Zentralrechnern aus, über die ⁠die verschiedenen Funktionen gesteuert werden, im Gegensatz zu ​der komplizierten Software-Architektur der bisherigen ⁠VW-Autos. Autobauer versprechen sich davon niedrigere Kosten, weil Steuergeräte entfallen und einfachere Kabelbäume ‌zum Einsatz kommen. Zudem müssen diese Autos bei Softwareproblemen seltener in die Werkstatt, sie können wie Smartphones etwa leichter aus der Ferne ‌aktualisiert werden. Ausserdem kann so die Software getestet werden, ​ohne dass das Auto selbst fertig entwickelt ist - was die Entwicklungszeiten beschleunigt und weiteres Einsparpotenzial birgt. 

(Reuters)