Für das Aktienpaket sei kein Gebot eingegangen, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag von mit den Vorgängen vertrauten Personen erfuhr. Erst vergangene Woche war eine Auktion gescheitert, nachdem kein einziges Gebot abgegeben worden war.
Die staatliche Auktionsbehörde hatte die Beteiligung des früheren Eigentümers Konstantin Strukow Anfang des Monats mit einem Wert von 140,43 Milliarden Rubel (rund 1,7 Milliarden Euro) zur Versteigerung angeboten. Ein Gericht hatte im Juli vergangenen Jahres die Beschlagnahmung der Mehrheitsbeteiligung von 67,2 Prozent an Uzhuralzoloto angeordnet und sie dem Staat übertragen.
Dies ist Teil einer umfassenderen Welle von Verstaatlichungen in Russland. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Geschäftsmann Strukow vorgeworfen, er habe sein Eigentum «durch Korruption» erlangt. Er befindet sich jedoch nicht in Haft und wurde bislang nicht offiziell angeklagt. Uzhuralzoloto zählt zu den zehn grössten Goldförderern des Landes.
Mit der Versteigerung beschlagnahmter Vermögenswerte versucht das russische Finanzministerium, die Staatskasse aufzufüllen. Der erneute Fehlschlag bei Uzhuralzoloto ist jedoch kein Einzelfall und unterstreicht die Schwierigkeiten des Staates bei der Verwertung.
Im Januar gelang es dem Staat zwar, einen der grössten Flughäfen des Landes, Moskau-Domodedowo, zu verkaufen. Der Erlös von 66 Milliarden Rubel entsprach jedoch nur der Hälfte des ursprünglichen Startpreises.
(Reuters)

