Neben dem Raumfahrt-Datenanalyseunternehmen HawkEye 360 und dem Bio-Safthersteller Suja Life trieben zwei Biotech-Firmen ihre Pläne voran: Der Medikamentenentwickler Seaport Therapeutics und Hemab Therapeutics gaben den Startschuss für ihre Erstemissionen. Die Risikobereitschaft der Anleger steige wieder, hiess es bei Börsianern. Ausserdem stehen mit SpaceX, OpenAI und Anthropic drei prominente Börsengänge an. Dies ermutige Firmen aus verschiedenen Branchen zu einem Debüt am Aktienmarkt, obwohl der anhaltende Konflikt im Nahen Osten Risiken berge.
Den grössten der angekündigten Börsengänge plant HawkEye 360, mit einer angestrebten Bewertung von bis zu 2,4 Milliarden Dollar. Die Firma aus Herndon im Bundesstaat Virginia wolle bis zu 416 Millionen Dollar einnehmen. Dafür sollen 16 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 24 und 26 Dollar pro Stück angeboten werden. Das 2015 gegründete Unternehmen betreibt ein Satellitennetzwerk, das weltweit Funkfrequenzen erfasst und analysiert. Zu den Hauptkunden zählen die US-Regierung und verbündete Staaten, deren Verteidigungs- und Geheimdienste die Daten unter anderem zur Bedrohungserkennung und Überwachung maritimer Aktivitäten nutzen. Anfang April sicherte sich HawkEye einen Vertrag mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Erforschung der Kommunikation im Weltraum.
Biotech-Firmen und Saftproduzenten in den Startlöchern
Seaport Therapeutics mit Sitz in Boston will bei seinem Börsengang an der Technologiebörse Nasdaq bis zu 212 Millionen Dollar einnehmen, die Aktien sollen zwischen 16 und 18 Dollar kosten. Damit käme die Firma, die Medikamente zur Behandlung von Depressionen und anderen neuropsychiatrischen Erkrankungen entwickelt, auf eine Bewertung von bis zu 912 Millionen Dollar. Ähnlich ehrgeizige Ziele verfolgt Hemab Therapeutics aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Der Entwickler von Therapien gegen seltene Blutgerinnungs- und Blutungsstörungen peilt Einnahmen von bis zu 212 Millionen Dollar an, was einer Bewertung von maximal 706 Millionen Dollar entspricht. Hemab plant ebenfalls eine Notierung an der Nasdaq.
Auch der Bio-Safthersteller Suja Life konkretisierte seine Börsenpläne und peilt bei seiner Erstemission Einnahmen von bis zu 213 Millionen Dollar an. Das Unternehmen, zu dem Marken wie Suja Organic und Slice Soda gehören, setzt auf den Trend zu einem geringeren Konsum von zuckerhaltigen Getränken. Die Papiere sollen unter dem Tickersymbol «SUJA» an der Nasdaq gehandelt werden.
(Reuters)

