Bei Logitech stehen am Dienstag die Zahlen zum letzten Geschäftsquartal an. Analysten gehen von einem Plus sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. Besondere Aufmerksamkeit dürfte neben den reinen Ergebnissen aber wie üblich dem Ausblick gelten.
Konkret dürfte der Umsatz im Schlussquartal von 1,01 auf 1,082 Milliarden gestiegen sein, wie von AWP befragte Analysten berechnet haben. Ihnen zufolge wird sich der Gewinn auf Stufe EBIT von 133 auf 167 Millionen Dollar verbessert haben. Unter dem Strich sollte ein Reingewinn von 149 Millionen Dollar resultieren (Q4 2024/25: 140 Millionen Dollar). Die Marge wird auf 43,3 Prozent geschätzt (Q4 2024/25: 43,5 Prozent).
Die Analysten rechnen also erneut mit einem Wachstum und liegen mit den Schätzungen in etwa im Einklang mit der Guidance des Unternehmens. Besonders die Profitabilität dürfte sich gebessert haben. Am Markt kamen zuletzt immer wieder Sorgen über Engpässe bei der Chipversorgung und einer nachlassenden PC-Nachfrage durch steigende Preise auf.
Gemäss den Experten hat sich eine gewisse Sättigung in dem Gaming-Markt eingestellt, auf dem Logitech stark wachsen will. Das Unternehmen hatte aber zuletzt diese Sorgen zu zerstreuen versucht.
Mit den Zahlen zum dritten und wichtigsten Quartal hatte Finanzchef Matteo Anversa eine Bruttomarge im Bereich von 43 bis 44 Prozent in Aussicht gestellt. Das Gesamtjahr 2025/26 dürfte zudem mit Blick auf die Bruttomarge wohl über dem langjährigen Ziel abschliessen. Mit Blick auf den Umsatz hat Logitech 1,07 bis 1,09 Milliarden US-Dollar angepeilt, und der EBIT sollte zwischen 155 und 165 Millionen liegen.
Damit solle sich das Gesamt-Umsatzplus für 2025/26 auf rund 6 Prozent in US-Dollar summieren, der EBIT für das Gesamtjahr werde bei 900 bis 910 Millionen erwartet, so das Management.
Seit den Zahlen zum dritten Quartal ist es relativ ruhig um Logitech gewesen. Es gab allerdings zwei erwähnenswerte Änderungen im Management. So trat Yolcin Yilmaz die Nachfolge als Chief Commercial Officer von Quin Liu an. Zudem wurde Robin Piispanen zu Chef der Gaming-Sparte ernannt. Beide Positionen wurden damit mit internen Kandidaten besetzt.
Die Aktie hat insbesondere angesichts der Marktverwerfungen rund um den Iran-Krieg seit Ende Januar eine beeindruckende Erholung gezeigt. Nach einem Einbruch von Mitte Dezember bis Ende Januar um fast ein Drittel legten die Titel seither mehr als 16 Prozent zu. Seit Jahresbeginn bleibt allerdings noch ein Verlust von gut 6 Prozent bestehen. Sieben von zwölf Analysten stufen Logitech mit Kaufen ein. Fünf sagen Halten, einer rät zum Verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 91,55 Franken und deutlich über dem aktuellen Stand von knapp 80 Franken.
Der Betriebsgewinn wird auf 276 Millionen Franken geschätzt (Q1/25: 277 Millionen Franken), der Reingewinn auf 187 Millionen Franken (Q1/25: 187 Millionen Franken). Den Experten zufolge wird sich eine Bruttomarge von 31,5 Prozent ergeben haben. Dieser Wert entspricht der Bruttomarge des ersten Quartals 2025.
Der Sanitärtechnik-Konzern dürfte also gemäss diesen Analysten-Prognosen auf währungsbereinigter Basis mit einem leichten Wachstum im tiefen einstelligen Prozent ins Jahr gestartet sein. Das Unternehmen selber hatte im März für die Monate Januar und Februar einen Umsatz im tiefen einstelligen Prozentbereich über Vorjahr indiziert. Die operative Gewinnmarge (EBITDA) dürfte gemäss den Schätzungen auf einem hohen Niveau von über 31 Prozent verblieben sein.
Mit den Jahreszahlen im März wurde indes wie üblich noch kein quantitativer Ausblick für das Gesamtjahr abgegeben. Erst zum Halbjahr werden die Prognosen jeweils detaillierter. Geberit zeigte sich indes vor wenigen Wochen für das laufende Geschäftsjahr trotz der Eskalation im Nahen Osten einigermassen zuversichtlich. Für die Bauindustrie in Europa - wo Geberit rund 90 Prozent des Umsatzes erzielt - geht das Unternehmen insgesamt von einem Wachstum aus.
Was jedoch den Krieg im Nahen Osten betrifft, zeigte sich das Unternehmen wegen der erhöhten Risiken besorgt. Die Eskalation am Golf erschwere grundsätzlich den Ausblick auf das makroökonomische Umfeld sowie auf die für die Bauindustrie bedeutenden Entwicklungen der Inflation, Zinsen und Konsumentenstimmung, hiess es. Der direkte Einfluss auf Geberit durch den Krieg sei aber limitiert, sagte CEO Christian Buhl. Er ging davon aus, dass die Geschehnisse keine Auswirkungen auf die europäische Bauindustrie und entsprechend auf die Nachfrage haben werden. Die Region Naher Osten/Afrika trug 2025 lediglich rund 5 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Die höheren Energiekosten dürften laut einer Einschätzung der Zürcher Kantonalbank vorerst nur einen beschränkten Einfluss auf das Ergebnis haben.
Für das künftige Wachstum will Geberit im laufenden Jahr weitere Produkt-Neuheiten auf den Markt bringen, so etwa die neue Duschboden-Platte CleanFloor30, die rutschfest und einfach zu installieren sein soll. Um das Wachstum im Gang zu halten und die Marktposition weiter auszubauen, soll 2026 zudem mit gezielten strategischen Initiativen aber auch der Absatz der jüngsten Produkteneuheiten wie die Rohrleitungssysteme FlowFit und Mapress Therm, die preislich günstige Dusch-WC-Linie Alba oder das Installationselement Duofix weiter vorangetrieben werden.
Darüber hinaus will Geberit die Marketingaktivitäten grundsätzlich noch stärker auf die Endkunden, Architekten und Designer ausrichten und die Logistikkapazitäten weiter ausbauen und erneuern. Nebst grösseren Projekten in Deutschland und Schweden sollen auch in die Modernisierung der Werke in Jona und Givisiez investiert werden.
Derweil verliefen die ersten Monate 2026 an der Börse äusserst harzig. Die Aktie notiert aktuell bei 522 Franken und hat seit Jahresbeginn rund 15 Prozent an Wert eingebüsst, wobei sie die Erholung des Gesamtmarktes im April nur in geringem Umfang mitmachte. Im Vorjahr hatten die Titel allerdings rund 20 Prozent zugelegt. Zehn von 20 Analysten raten zum Halten der Aktie. Sechs sind für Kaufen, vier für Verkaufen. Das durchschnittliche Preisziel liegt bei 598,83 Franken.
(AWP/cash)
