Der US-Arbeitsmarkt hat im Februar voraussichtlich an Schwung verloren. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten rechnen mit einem Aufbau von lediglich 59'000 Stellen, nachdem im Januar noch 130'000 neue Jobs geschaffen wurden.
Die US-Arbeitslosenquote dürfte hingegen bei 4,3 Prozent verharren. Ein Grund für die erwartete Abkühlung ist eine Normalisierung im Gesundheitssektor, wo nach einem statistisch bedingt sehr starken Januar nun eine Gegenbewegung erwartet wird. Zudem könnte ein Streik von rund 31'000 Beschäftigten im Gesundheitswesen die Zahlen gedrückt haben.
Die Daten dürften die Einschätzung an den Märkten untermauern, dass die US-Notenbank Fed es mit weiteren Zinssenkungen vorerst nicht eilig hat.
Angesichts des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten und der jüngsten Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran sind die Öl- und Benzinpreise gestiegen, was neue Inflationssorgen schürt. «Der Arbeitsmarkt ist in solider Verfassung, aber nicht mehr so gut wie in den Jahren 2023 und 2024», sagte Gus Faucher, Chefökonom bei PNC Financial.
Die Zahlen werden um 14.30 Uhr (MEZ) veröffentlicht.
(Reuters)

